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Stollenhelden-Blog

Einstieg in den Vereinsfußball: Gibt es ein „Zu früh“?

Einstieg in den Vereinsfußball: Gibt es ein „Zu früh“?

Blogbeitrag von
Michele!

In meiner Familie nimmt der Fußball eine außerordentlich große Rolle ein, und das ist schon seit einer halben Ewigkeit so. Mein Mann sagt gerne, dass unser Sohn mit Fußballschuhen zur Welt gekommen ist, und ich kann und möchte ihm da nicht widersprechen. Bereits mit zweieinhalb Jahren hatte mein Kleiner seinen ersten Fußballeinsatz auf dem eigenen Sportfest. Mit etwa drei Jahren durfte er dann regelmäßig am Training teilnehmen, mit Schuhen in Größe 26: Gar nicht so einfach, überhaupt ein Paar zu finden! Eine gute Freundin möchte ihren bald vierjährigen Sohn in einem Fußballverein anmelden und fragte mich neulich, ob er nicht noch zu jung sei. Eine Frage, die gar nicht so leicht zu beantworten ist… KinderfußballAlterBambiniEltern

Chaotisches Durcheinander auf dem Platz

Natürlich erinnere ich mich noch genau an das erste Bambini-Training meines Sohnes, und insbesondere an die abenteuerlichen Zustände: Während die erste Gruppe damit begann, wie wild auf die Bälle einzudreschen, starteten weitere Kids damit, aus der Asche des Hartplatzes eine Sandburg zu bauen. Das hatte mit allem, aber nichts mit Fußball zu tun, und ich musste damals schon sehr lachen. Natürlich gehört ein solches kindliches Verhalten in diesem Alter dazu. Nichtsdestotrotz benötigt es in diesen Augenblicken einen Trainer, der die Muse dazu hat, einen Sack voll Flöhen zu trainieren. Und da er dies auch noch ehrenamtlich macht, ist diese Herausforderung alles andere als einfach.

Auch hörte ich neulich von einem Bekannten, dass es auch gar nicht so einfach ist, überhaupt einen Verein für ein Kind im Alter von unter vier Jahren zu finden: Einige Vereine nehmen Fußballbegeisterte erst ab dem fünften Lebensjahr auf. Auf der einen Seite zeigte er Verständnis, denn für das Training von drei- bis vierjährigen ist schon sehr viel Geduld gefragt. Dennoch sieht er die Verantwortung bei den Trainern, behutsam mit den Kids umzugehen und sofern der Wille da ist den Kindern auch schon in diesem Alter die Möglichkeit zu geben, in einem Verein das Fußballspielen zu lernen. Denn jeder fängt mal klein an.

Freunde fürs Leben durch den Fußballverein

Eine wichtige Rolle spielt natürlich auch die soziale Komponente. Der beste Freund meines Sohnes kam neulich auf meinen Mann und mich zu und dankte uns, dass wir unseren Kleinen damals im Fußballverein angemeldet haben. Die beiden haben sich bereits bei den Bambinis kennen gelernt und sind seitdem unzertrennlich. Selbstverständlich ist es eher selten, dass man sich mit allen Mannschaftskollegen so gut versteht. Auch kommt es bei den ganz Kleinen schon zu Streitereien untereinander, die nicht selten tränenreich enden. Eltern und Trainer sind hier aber gefragt, zu trösten und mit den Kindern gemeinsam kleine Konflikte zu lösen.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!

Ich finde es wichtig, dass Kinder Sport treiben, in welcher Art und Weise auch immer. Seien es die typischen Babyschwimmkurse oder das Kinderturnen: Jeder findet irgendwann die Sportart, die ihm am meisten Spaß macht. Das dauert bei dem einen etwas länger, bei dem anderen steht der favorisierte Sport bereits in sehr jungem Alter fest. Wenn der klare Wunsch erkennbar ist, dass ein Kind unbedingt in einem Verein aktiv sein möchte, dann sollte man hier unterstützen, unabhängig vom Alter. Denn ich finde, dass der richtige Verein einen tollen Spagat zwischen Spaß und Orientierung für das spätere Leben darstellt. Warum also nicht früh damit anfangen?