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Stollenhelden-Blog

Kinderfußball: Wenn die Konsole den Bolzplatz ersetzt

Kinderfußball: Wenn die Konsole den Bolzplatz ersetzt

Blogbeitrag von
Michele!

Ein herrlicher, sonniger Tag in den Ferien bedeutet für meinen Nachwuchskicker vor allem eins: Ab auf den Bolzplatz, raus zum Kicken mit den Kumpels und pöhlen bis die Sonne untergeht. Doch nicht so in den letzten Ferien: Nachdem sich mein Sohn am frühen Morgen gemeinsam mit seinen Freunden zum örtlichen Fußballplatz aufgemacht hatte, kehrte er bereits am Mittag wieder nach Hause zurück. Mein erster Gedanke: Bestimmt eine Verletzung! Diese Sorge blieb glücklicherweise unbegründet, doch seine Erklärung gefiel mir auch nicht sonderlich besser: Sie waren nicht mehr genug Kids zum Bolzen. Und warum? Weil einige nach Hause gefahren sind, um auf der Konsole zu zocken. PlaystationXboxKonsoleFifaKinderfußball

Von Storymodi und FIFA-Turnieren

Grundsätzlich bin ich sicher kein pauschaler Gegner von Videospielen, solange das Maß stimmt. Neulich zum Beispiel veranstaltete ein guter Freund meines Sohnes anlässlich seines verregneten Geburtstages spontan ein FIFA-Turnier. Der gemeinsame Freizeitparkbesuch fiel ins Wasser, und genau für solche Tage sind Playstation, Xbox und Co. eine prima Alternative: Es wurde gelacht und gejubelt – und das alles in einer großen Runde. Genau das ist für mich ein wichtiger Faktor: Solange das gemeinschaftliche Erlebnis im Vordergrund steht, habe ich Verständnis für das gelegentliche Zocken. Problematisch wird es dann, wenn sich jeder zurückzieht und eine regelrechte Flucht aus der Realität stattfindet. Gerade Spiele, die den Spieler in einen Story- bzw. Rollenmodus schlüpfen lassen, können meiner Meinung nach zu einer solchen Vereinsamung beitragen, indem man immer weiter spielen möchte, um seinen virtuellen „Charakter“ zu verbessern.

Aktivitäten außerhalb der eigenen vier Wände

Auch mein Sohn hat eine Konsole im Kinderzimmer und spielt ab und zu gemeinsam mit meinem Mann. Ich bin aber heilfroh, dass der „Kasten“ nicht zu seinem Lebensmittelpunkt geworden ist. Und auch die Witterung darf nicht immer als Ausrede herhalten, um sich stundenlang vor den Fernseher zu setzen. Als Mutter sehe ich mich dann in der Pflicht, Alternativen zu schaffen. Zu einem Verbot oder dem klassischen „Steckerziehen“ möchte ich es gar nicht erst kommen lassen. Gemeinsam mit einigen Eltern von Mannschaftskameraden meines Sohnes organisierten wir Anfang des Jahres eine Fahrt in eine Soccerhalle im nächsten Ort: Ein rundum gelungener Ausflug. Auch wurde vom Verein ein Spaßtraining in einer Halle veranstaltet, welches super bei den Kickern angekommen ist. PlaystationXboxKonsoleFifaKinderfußball

Die Gesundheit im Mittelpunkt

Häufig kursieren Meldungen, dass es unseren Kindern und Jugendlichen an Bewegung mangele. Auch weisen wissenschaftliche Studien darauf hin, dass regelmäßige Bewegung, insbesondere in Kontext von Vereinssport, zu einer gesunden Entwicklung und zur Vorbeugung von Krankheiten in höherem Alter beitragen. Ein guter Grund, um die Kids möglichst oft vor die Tür zu schicken und zur körperlichen Aktivität zu animieren. Sich mal richtig auszupowern, Bewegung und mannschaftlicher Zusammenhalt: Das alles kann durch keine Konsole der Welt ersetzt werden, und das ist auch gut so! Eines steht für mich fest: Wenn das Wetter demnächst wieder besser wird und es langsam Richtung Frühling geht, dann muss ich auch als Mama keinen Anschub mehr leisten: Dann wirkt die Anziehungskraft des grünen Rasens wieder von ganz allein, die Fußballschuhe werden ausgepackt, der Ball unter den Arm geklemmt – und es geht raus auf den Fußballplatz. Das macht den (meisten) Kickern auch immer noch am meisten Spaß!