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Stollenhelden-Blog

Mein Stollenheld Lukas Podolski: Warum ich schon immer ein Poldi-Fan bin

Mein Stollenheld Lukas Podolski: Warum ich schon immer ein Poldi-Fan bin

Blogbeitrag von
Max Zielke!

Fast jeder Nachwuchskicker hat seinen ganz persönlichen Stollenhelden: ein Vorbild, dem er nacheifert; ein Idol, zu dem er aufschaut. Wenn ich heute für die Stollenhelden als Rasenreporter unterwegs bin, stehe ich immer wieder in Kinderzimmern, die mit Messi- oder CR7-Postern tapeziert sind und auf jedem Bolzplatz der Republik kommen mir kleine Ausgaben von Mario Götze, Marco Reus und Manuel Neuer entgegen – zumindest, wenn man nur auf Frisuren und Trikot-Flocks achtet. Jedes Kind hat eine ganz persönliche Geschichte, wie es zu „seinem“ Idol gekommen ist. Auch ich werde nie vergessen, wie ich „meinen“ Star gefunden habe: Lukas Podolski!

The future 👊🏻⚽️💪🏻 #lp10 #poldi #strassenkicker #10 #podolski

Ein von Lukas Podolski (@poldi_official) gepostetes Foto am

Schon in frühen Kindertagen nahm mein Vater mich zu Spielen des 1. FC Köln mit: Das machte die Suche nach Idolen in meiner Kindheit nicht gerade einfacher… ;-) Einem Bayern- oder Dortmund-Star zuzujubeln kam (auch meinem Vater zuliebe ;)) jedoch nicht in Frage. Die heutige Jugend scheint da übrigens flexibler zu sein – Nationalmannschafts-Boom sei Dank! Wie auch immer: Im Jahr 2003 betrat ein hoffnungsvolles Talent aus der eigenen Jugend die große FC-Bühne und bereits nach wenigen Einsätzen und seinem legendären ersten Fernseh-Interview war es um mich geschehen. Ich war Poldi-Fan!

Kölsche Jung mit linker Klebe

Prinz Poldi hatte bei mir sofort einen dicken Stein im Brett. Ich liebte seine Einstellung auf dem Platz und seine einzigartig authentischen Interviews – er hat noch nie ein Blatt vor den Mund genommen und das hat sich glücklicherweise bis heute nicht geändert (Stichwort: „kraulen“). Noch besser gefiel mir aber, dass wir etwas gemeinsam hatten: Poldi war ein Linksfuß – genauso wie ich! Ich könnte jetzt behaupten, dass wir uns auch in Sachen Spielweise ähnelten. Ihr ahnt es, das wäre natürlich Quatsch! Unsere einzige Gemeinsamkeit auf dem Fußballplatz war wohl der nicht vorhandene rechte Fuß. Ich versuchte trotzdem, eines Tages so gut zu sein wie er – mit bescheidenem Erfolg.

Poldi – ein Sommermärchen

Spätestens im Jahr 2006 war es endgültig um mich geschehen: WM in Deutschland. Sommermärchen. Ich schwamm, wie das ganze Land, auf einer Welle der Euphorie. Mittendrin „mein“ Poldi, der die Weltbühne betrat. Warum er für mich in diesem Sommer von einem Vorbild zu einer Ikone wurde, ist mir auch heute noch sonnenklar: Podolski spielte ein überragendes Turnier, machte drei Buden und war mit seinen gerade mal 21 Jahren bereits absoluter Leistungsträger der Nationalmannschaft und obendrein die „Lebensversicherung“ des 1. FC Köln. Okay, okay: Letzteres stimmt nicht ganz, denn der FC stieg 2006 trotzdem ab – aber ganz sicher nicht wegen Poldi!

Wenn einem das Idol untreu wird

Meine Poldi-Verehrung ging so weit, dass ich ihm nicht einmal den folgenden Wechsel in Richtung Bayern München übel nehmen konnte. Er hatte sich immer voll reingehängt, war stets loyal gewesen und letztlich einfach zu gut für den „effzeh“ dieser Tage. Selbst als er für die Bayern in Köln Müngersdorf gegen den FC traf, applaudierten viele der Kölner Anhänger. Mit Vorschusslorbeeren wusste „Prinz Poldi“ auch nach seiner Rückkehr nach Köln umzugehen, im Prinzip war er aber nie wirklich weg. Mein persönlicher Poldi-Moment nach seinem Gastspiel in Süddeutschland: Februar 2011, Heimspiel gegen den SC Freiburg, 88. Minute. Der selbst ernannte Straßenkicker packt seinen Linken aus und schießt den FC in unnachahmlicher Art und Weise zum Sieg – das Stadion rastet völlig aus, ich mittendrin:

Ein Vorbild auf und neben dem Platz

Neben seinen sportlichen Verdiensten ist Lukas Podolski auch neben dem Platz immer eine Persönlichkeit gewesen, mit der ich mich identifizieren konnte und immer noch kann. Er ist die absolute Stimmungskanone in jeder Mannschaft und stellt seine Interessen hinten an, um im Team erfolgreich zu sein – selbst wenn er nicht spielt. Trotz aller Erfolge wirkt er absolut authentisch und geerdet. Egal, ob er in London oder Istanbul spielt, er vergisst nie, wo er her kommt. Ebenfalls vorbildlich: sein soziales Engagement. Genau diese Kombination aus sportlichem und menschlichem Vorbild macht für mich ein Idol aus. Ich werde sehr traurig sein, wenn Deutschlands Nummer 10 im März nächsten Jahres das letzte Mal für die Nationalmannschaft aufläuft. Wir brauchen mehr von deiner Sorte, Poldi!